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    #11 Reisetagebuch – Himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt

    22. Oktober 2022

    #11 Reisetagebuch – Himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt

    Ein typischer „Borderliner-Tag“ neigt sich dem Ende. Der Tag startete erst einmal mit einem Hochgefühl. Nach zwei Nächten nahezu gänzlich ohne Schlaf, war es Kalle endlich mal gelungen, eine Nacht durchzuschlafen. 

    Diese Begebenheit sowie diesen Tag an einem wunderbaren Ort begrüßen zu dürfen erzeugte in mir dieses enormes Hochgefühl. Regelrecht euphorisch sendete ich meiner Schwester eine WhatsApp Nachricht. Noch bevor ich die zweite Sprachnachricht beendet hatte, wechselte das Hochgefühl in ein herbes Gefühl der Verzweiflung, Traurigkeit, Mut- und Kraftlosigkeit und weiß war ich nicht noch alles für Gefühle im Spiel waren. Der Wunsch, das regelrechte Verlangen von der Klippe zu springen, an der ich saß um die Nachricht an meine Schwester zu senden wurde groß wie die Gier eines Kindes nach Naschsachen, die an der Supermarktkasse ausliegen. Wäre Kalle nicht bei mir, weiß ich nicht, ob ich diesem Verlangen nicht vielleicht doch nachgekommen wäre. Vielleicht hätte mich die Angst davor, dass die Klippe vielleicht nicht hoch genug sein könnte, aber auch davon abgehalten.


    Nachdem ich nun euphorisch auf den Felsen gestiegen und voller Selbstzweifel, Selbsthass und einem Gefühl der Kraftlosigkeit wieder heruntergekommen war überlegte ich eine Zeit lang, wie ich den Tag gestalten könnte. Eine kleine Sporteinheit sollte mich etwas ablenken und tat dies auch. Anschließend kaufte ich bei einem „fliegenden Händler“ für mich und zwei andere Wohnmobillisten die gerade nicht vor Ort waren Baguettes. Bei der Übergabe dieser erhielt ich die Einladung für eine Tour mit einem Strandbuggy. Kurz dachte ich mir, dass dies eine gute Möglichkeit sei um auf andere Gedanken zu kommen. Eine endgültige Entscheidung ließ ich mir aber noch offen, da ich zunächst sehen wollte wie sich das Wetter entwickeln würde, denn Kalle wollte ich bei steigenden Temperaturen nicht alleine im Wohnmobil lassen. Nachdem mein unmittelbarer Nachbar sich bereits erklärte sich um Kalle zu kümmern, stimmte ich der Fahrt zu und ich muss sagen, es war echt cool. Wir fuhren durch die unzähligen Plantagen zu einem kleinen, unscheinbaren Restaurant direkt am Meer, wo mich mein „Reiseführer“ zum Essen einlud. Neben gebackenen Tintenfisch gab es Paella. 

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