Donnerstag, Dezember 1, 2022
Nordlicht-Steinburg
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    #5 Reisetagebuch

    Reisetagebuch & Seelenstriptease eines Borderliners (BPS) 

    „Ich bin einfach müde, die Art von müde, wo kein Schlaf mehr hilft. Ich bin müde vom Leben, müde vom Kämpfen und müde vom Durchhalten. es kostet so viel Kraft, niemanden zu zeigen, wie kaputt man wirklich ist.“

    Verfasser unbekannt 

    Sonntag, 09. Oktober 22

    Mein letzter Tag in Le Teich. Ein gewisses Maß an Freude machte sich morgens breit, als es hieß auf zu neuen Ufern. Als ich den Platz verließ, waren die übrigen Camper noch am Schlafen. Eine Strecke von rund 220 Kilometern mit einer von Google geschätzten Fahrzeit von 3,20 Stunden lagen vor mir, hatte ich mich für die Mautfreie-Route entschieden. Die ersten Kilometer liefen wie geschmiert. Die Straßen waren schon wegen des sonntäglichen Lkw-Fahrverbots leer. Dann kam ein Abschnitt, der alles andere als angenehm zu fahren war und so entschied ich mich spontan dafür, die Maut zu bezahlen und die Vorteile einer neuwertigen Autobahn und einer einstündigen Fahrzeitverkürzung zu genießen.

    In Hondarriba, dem Zielort angekommen, musste ich erst einmal kurz verschnaufen. Die letzten 10 Kilometer zu dem Parkplatz hatten es wirklich in sich. Die enge Bergstraße, die sich wie eine Schlange den Hügel hinaufschlängelte, hätte für sich schon gereicht. Doch als wäre das nicht herausfordernd genug, musste dieser schmale Bergpass auch noch von Fahrradfahrern, die wie betrunken von Seite zu Seite pendelten, um den steilen Anstieg bewältig zu bekommen und Wanderern bevölkert werden.

    Ein nervenaufreibender Streckenabschnitt, den ich aber dann doch ganz gut gemeistert habe und der mich auch gut abgelenkt hat. Kaum das wir am Zielort angekommen waren und Kalle nach einer kurzen Hunderunde seinen Dienst quittierte. Das lag dieses Mal an der Sonne, die für sommerliche Temperaturen von 28 Grad sorgte. Ein schöner Ort mit vielen Wanderwegen, doch angesichts des Wetters war es mir vergönnt, ein paar Wege zu erkunden. Denn den letzten freien Platz, den ich auf dem mit Pkw und Campern überfüllten Parkplatz bekommen konnte, war in der prallen Sonne. 

    Da einige Jäger auch in diesem Gebiet aktiv waren und Kalle dank eines A—loch aus der Marschenstadt bei lauten Geräuschen in Panik gerät, habe ich beschlossen, am nächsten Tag den nächsten Platz anzufahren. 

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